Zeteler Wald: Gemeinsam nach Lösungen suchen
Friesland/Hannover. Der geplante Sandabbau im Zeteler Ortsteil Fuhrenkamp bewegt seit Monaten die Menschen in Friesland. Mehr als 60 Hektar Wald sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen könnten nach bisherigen Planungen gerodet werden, um an den Sand im Untergrund zu gelangen.

Gerade in Zeiten des Klimawandels ist jedoch jeder Baum ein wichtiger Verbündeter – er speichert CO₂, schützt unser Wasser, bietet Lebensraum und schenkt den Menschen Erholung. Für die Grünen ist deshalb klar: Der Wald in Zetel verdient besonderen Schutz. Deshalb möchten sie gemeinsam mit allen Beteiligten nach Alternativen suchen, die Natur und regionale Entwicklung in Einklang bringen.
Um diese Anliegen deutlich zu machen, lud die Landtagsabgeordnete Sina Beckmann gemeinsam mit einer Delegation der friesischen Grünen nach Hannover ein. An ihrer Seite waren Dr. Jutta Helmerichs (Kreisvorsitzende), Martina Esser (Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion) und Reiner Tammen (stellvertretender Landrat und Kreistagsmitglied). Gemeinsam übergaben sie Ministerpräsident Olaf Lies, Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Staatssekretärin Frauke Patzke die Resolution der Gemeinde Zetel, in der sich die Gemeinde klar gegen eine großflächige Rodung ausspricht.
„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Sorgen aus der Region in Hannover aufmerksam wahrgenommen werden“, betont Dr. Jutta Helmerichs. „Es war ein offener Austausch. Wir werden uns weiter für eine Lösung einsetzen, die sowohl den Menschen in Friesland als auch dem Natur- und Klimaschutz gerecht wird.“
Auch Sina Beckmann unterstreicht: „Friesland gehört zu den waldärmsten Landkreisen Niedersachsens. Umso wichtiger ist es, die wenigen Waldflächen, die wir haben, zu erhalten und nachhaltig weiterzuentwickeln.“
Die Grünen aus Friesland zeigten sich nach dem Gespräch bestärkt darin, dass die Diskussion um die Zukunft des Fuhrenkamper Forstes verantwortungsvoll und mit Augenmaß geführt werden sollte – im Sinne der Region und einer lebenswerten Umwelt.