Stadtbücherei Jever als „Dritten Ort“ weiter stärken: Stammtisch der Grünen im Jeverland mit Gudrun Kakuschke zeigt Perspektiven auf
Beim gut besuchten Politischen Stammtisch der Grünen im Jeverland stand diesmal die Zukunft der Stadtbücherei Jever im Mittelpunkt. Im Fokus dabei besonders ihre Rolle als sogenannter „Dritter Ort“, also als öffentlicher Raum neben dem eignen Zuhause (erster Ort) und dem Arbeitsplatz (zweiter Ort) als Ort der Begegnung, den Austausch und für gemeinsames Lernen.

Mit der Auswahl der Referentin hatte Almuth Thomßen von den Jeveraner Grünen ins Schwarze getroffen: Als Gesprächspartnerin berichtete die neue Leiterin der Stadtbücherei, Gudrun Kakuschke mit viel Leidenschaft und Engagement über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und ihre Visionen für die kommenden Jahre.
Bestand modernisiert und neu ausgerichtet
Ein erster wichtiger Schritt ihre Tätigkeit seit Anfang des Jahres war und ist die bewusste Reduzierung des Medienbestands von rund 18.000 auf aktuell 12.000 Titel. Veraltete und wenig nachgefragte Medien wurden aussortiert, um Platz zu schaffen und die verbleibenden Bücher übersichtlicher und attraktiver präsentieren zu können. Ziel ist es dabei, die Qualität des Angebots zu erhöhen und Nutzerinnen und Nutzern die Orientierung zu erleichtern. Und der Erfolg gibt Kakuschke recht, stieg doch die Zahl der Ausleihen trotz geringerer Medien seit Anfang des Jahres signifikant an.
Parallel dazu wurde die Zusammenarbeit mit einem großen Buchanbieter intensiviert. Über eine strukturierte Bestelllösung können Neuerscheinungen nun gezielt und zeitnah in den Bestand aufgenommen werden.
Starkes Veranstaltungsangebot
Die Stadtbücherei entwickelt sich seit Beginn des Jahres zunehmend zu einem lebendigen Treffpunkt. Allein im ersten Quartal fanden 21 Veranstaltungen mit insgesamt 629 Teilnehmenden statt. Dazu gehörten unter anderem zwei Lesecafés mit 26 Teilnehmenden sowie zwei sogenannte „Lernnächte“, die insbesondere jüngere Besucherinnen und Besucher ansprechen. Diese Zahlen zeigen deutlich: Die Bücherei wird als Ort der Begegnung und des Austauschs aktiv genutzt.
Blick in die Zukunft: Open Library
Für die Zukunft wurde unter anderem die Vision einer „Open Library“ vorgestellt, mit erweiterten, möglichst durchgängigen Öffnungszeiten rund um die Uhr. Bei einem solchen Konzept können registrierte Besucherinnen und Besucher mit Leseausweis die Bücherei rund um die Uhr nutzen. Ziel ist es, den Zugang zur Bücherei flexibler zu gestalten und mehr Menschen die Nutzung unabhängig von klassischen Öffnungszeiten zu ermöglichen.
Lesetipp aus der Bücherei
Auch mehrere persönliche Lesetipps hatte Gudrun Kakuschke mitgebracht, darunter „Nichts wie weg“ von Stefan Kopietzky, eine unterhaltsame und zugleich nachdenkliche Lektüre rund ums Reisen und Ausbrechen aus dem Alltag.
Insgesamt macht dieser politische Stammtisch der Grünen im Jeverland deutlich: Die Stadtbücherei Jever ist weit mehr als ein Ort zum Ausleihen von Büchern. Sie entwickelt sich zunehmend zu einem offenen Treffpunkt für alle Generationen und damit zu einem echten „Dritten Ort“ im besten Sinne. Die angeregte Diskussion zeigte zudem, wie groß das Interesse an der Weiterentwicklung der jeverschen Stadtbücherei ist. Weitere Informationen unter https://gruene-friesland.de/.