Kreisverband, Zetel

Ohrbült in Zetel: KFZ-Verkehr hat Vorrang - keine Sicherheit für Fussgänger

18.12.2025 · von Wilhelm Wilken

„Das gibt es wohl landesweit nur in Zetel und sonst nirgendwo, dass auf dem zentralen Ort einer Gemeinde gehwegsichernde Massnahmen auf Anordnung der Straßenbauverwaltung Aurich wieder abgebaut werden müssen, mit der Begründung, der KFZ-Verkehr werde dadurch behindert“ kritisiert
Wilhelm Wilken, Fraktionssprecher der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Rat der Gemeinde Zetel die Anordnung. 

Die Anordnung aus Aurich wurde jetzt gegenüber der Gemeindeverwaltung ausgesprochen und mitgeteilt. Zuvor hatte die Gemeinde auf dem Ohrbült, wie zuvor abgesprochen und vom Rat beschlossen, Poller zum Schutz des Fussgängerverkehrs und fussgängerleitende „Skulpturen“ aufstellen lassen. Diese sollten auf den halbwegs sicheren Übergang für Fussgänger hinweisen.

„Gut, auf dem Ohrbült ist nun seit geraumer Zeit Tempo 30 festgesetzt. Aber wir wollen mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem zentralen Platz unserer Gemeinde. Deshalb sollten eben unter anderem Poller aufgestellt werden, damit klar ist, wo die Rechte der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf Unversehrtheit liegen. Die Beete hat man weggenommen, weil sie oft überfahren wurden und deren Pflege ein Risiko für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofes darstellte. Nun sind die Poller verboten. Für Kinder, Eltern mit Kinderwagen und Bewegungseingeschränkte ist der Ohrbült damit schon fast tabu, da unüberwindbar“, ergänzt Fraktionskollege Jürgen Konrad die Kritik der Grünen. „Was soll das?“, so Grünen-Ratsherr Bernd Janssen „Wir haben einen Antrag auf mehr Sicherheit auf dem Ohrbült gestellt. Rat und Verwaltung haben diskutiert und dementsprechend entschieden. Unsere Verwaltung hat mit übergeordneten Behörden und Kommissionen die Gestaltung festgelegt und wollte sie umsetzen. Nun das! Wer soll hier noch an den versprochenen Bürokratieabbau glauben? Wir erwarten deutlich mehr Respekt vor der Arbeit der Kommunen“, endet die Aussage des Grünen Ratsherrn Bernd Janssen und die Forderung der Grünen Fraktion in Richtung Straßenbauverwaltung Aurich.


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